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Alternativen für artgerechtere Tierhaltung

Extensive Stallhaltung

Bei diesen Systemen werden Schweine auf festen Böden mit Stroh oder anderen natürlichen Materialien für die Streu oder das Stöbern gehalten. Die Raumgenehmigung pro Schwein ist höher als bei Systemen mit Rostlattenfußböden (z. B. 1,5 m² für ein 90 kg schweres Schwein auf Stroh, verglichen mit 0,65 m² auf Latten). Obwohl es keinen Zugang ins Freie gibt, gibt es mehr Gelegenheiten für natürliches Verhalten und freie Bewegung, während Aggressionen und die Gefahr des Schwanzbeißens erheblich verringert werden. In einigen Systemen gebären Säue in Buchten, in denen sie in der Lage sind, Nestbauverhalten vor dem Werfen durchzuführen und eine bessere Bindung mit ihren Ferkeln eingehen können.

Freilandzüchtung und Systeme für die Freilandhaltung

Bei diesen Systemen werden die Säue im Freien in Gruppen gehalten und haben als Schutzraum und zum Abferkeln mit Stroh ausgelegte Hütten oder Zelte. Säue ferkeln in den einzelnen Hütten und auf den Koppeln. Bei der „Freilandzucht“ werden die Ferkel nach dem Abstillen im Alter von ca. 4 Wochen in Ställen unter extensiven oder intensiven Bedingungen aufgezogen. Bei „Systemen für die Freilandhaltung“ geschieht dies nach der Hälfte ihres Lebens (definiert als mindestens 30 kg).

Zuchtsäue haben eine höhere Lebensqualität und können im Freien ihren natürlichen Verhaltensweisen, wie Nestbauen, Wühlen, Suhlen und Herumstöbern, nachgehen. Die Ferkel profitieren eine Zeit lang von der Freilandhaltung, und wenn sie zur Mast in Ställen untergebracht werden, geschieht dies meist in artgerechteren Systemen.

Um mögliche Verwirrung zu vermeiden, müssen die Bezeichnungen Freilandzucht und Freilandhaltung von einfachen Aussagen über den Rest des Produktionssystems begleitet werden. Zum Beispiel Freilandhaltung und in Ställen geendet.

Freilandhaltung und Biohaltung

In den besten Freiland- und Bio-Schweinefarmen werden die Säue und heranwachsenden Schweine für den größten Teil ihres Lebens im Freien gehalten. Einige verbringen ihr gesamtes Leben im Freien auf Weideland. Raufutter, Futter oder Silofutter wird der täglichen Zuteilung in der Biohaltung hinzugefügt. Die Ferkel bleiben länger bei ihren Müttern (sechs bis acht Wochen), Tiere, die sich nicht kennen, werden seltener gemeinsam gehalten und die Schwänze der Schweine werden nicht kupiert (Bio- und teilweise Freilandhaltung).

Die Schweine leiden weniger unter Entwöhnungsstress, haben mehr Platz und sind weniger sozialen Stresssituationen und Konflikten ausgesetzt. Sowohl Säue als auch Mastschweine haben die Möglichkeit, ihren natürlichen Verhaltensweisen, wie oben beschrieben, nachzugehen.