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Alternativen für artgerechtere Tierhaltung

Boden- und Volierenhaltung

Kipster Nov_20170827.jpg

Bei diesen Systemen werden die Hennen in Ställen mit einer einzigen Ebene (nur die Bodenfläche wird genutzt) oder mehreren Ebenen (mit Zugang zu Plattformreihen auf verschiedenen Höhen) gehalten. Die Besatzdichte ist in der EU auf neun Hennen pro Quadratmeter Nutzfläche beschränkt. Hennen haben im gesamten Stall viel „geteilten Raum“ und können sich frei bewegen. Die Ställe verfügen außerdem über Nistkästen (mit Bodenoberfläche zum Scharren), Sitzstangen und Einstreu auf dem Boden.

Im Vergleich zur Käfighaltung haben die Hennen in diesen Systemen eine weitaus größere Bewegungsfreiheit und können ihre Flügel strecken, flattern und fliegen. Sie erhalten außerdem die Möglichkeit, mehr natürliche Verhaltensweisen wie Picken, Scharren und die Eiablage im Nest auszuleben.

Freilandhaltung und Bio-Produktion

4 Free Range Laying Hens

Bei der Freilandhaltung werden die Hennen unter ähnlichen Bedingungen wie in der Bodenhaltung gehalten, doch sie haben außerdem Zugang nach draußen. In der EU muss die Freilandhaltung eine Außenfläche von mindestens 4 m² pro Henne bieten, zumindest in den Stunden bei Tageslicht.

Bei der Bio-Produktion ist die Besatzrate im Stall auf sechs Hennen pro Quadratmeter begrenzt und die Schargröße auf 3.000 Hennen. Den Hennen wird der Schnabel gewöhnlich nicht gekürzt und normalerweise gibt es mehr Platz im Freien (10 m² pro Henne), um auf dem Land die Grenzen der Stickstoffzufuhr einzuhalten.

Beide Systeme bieten den Hennen weitaus mehr Möglichkeiten, sich frei zu bewegen, zu hocken, im Staub zu baden und ihre Umgebung durch Picken, Scharren und Futtersuche zu erkunden. Hennen sind in der Lage, sich draußen frei zu bewegen, weiden oftmals im Gras und fressen Insekten und Würmer, während sie frische Luft und natürliches Licht erleben. Hecken und Bäume werden häufig zur Verfügung gestellt und bilden natürliche Bereiche von Schatten und Unterstand (bei Wind, Regen und Sonne) und Schutz vor Feinden. Würmer, Insekten und Gras bieten Abwechslung bei der Ernährung und können helfen, den Nährwert der von den Hennen gelegten Eier zu verbessern.